Projektberichte

Feierliches Fastenbrechen im Interkulturellen Kiez-Garten

Foto: M. Hühn

Am Dienstag, den 28. Mai, kamen zum vierten Mal Muslime, Menschen anderer Glaubensrichtungen und solche ohne Religionszugehörigkeit im Interkulturellen Kiez-Garten in der Friedrichstraße 1 zusammen, um – schon traditionell am Mehringplatz - gemeinsam das Fasten zu brechen. Gut 500 Gäste, insbesondere Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Kiez, waren der Einladung gefolgt.

Finanziell gefördert wurde die Veranstaltung vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg sowie aus Mitteln des Programms "Soziale Stadt", das dieses Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert.

Auch in diesem Jahr bot sich den Besucherinnen und Besuchern wieder ein festlicher Anblick: Die Tischreihen waren weiß gedeckt, Lampions beleuchteten den Garten und in einem orientalischen Zelt an der Stirnseite spielten Musiker des Konservatoriums für türkische Musik.

Das Fastenbrechen im Mehringkiez habe sich in nur wenigen Jahren zu einer "kleinen Tradition" entwickelt, sagte der Friedrichshain-Kreuzberger Bezirksstadtrat Knut Mildner-Spindler in seiner Begrüßungsrede. Anschließend bedankte sich Quartiersmanagerin Wafaa Khattab ausdrücklich bei allen Beteiligten für die liebevolle Dekoration und die Arbeit, die diese in der Vorbereitungszeit geleistet hätten. Diesem Dank schloss sich auch Ralf Hirsch von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen an. Er überbrachte zudem Grüße der Senatorin Katrin Lompscher, die gerne wieder an den Mehringplatz gekommen wäre, aber leider einen anderen Termin habe wahrnehmen müssen.

Wolfhard Schulze, Leiter der KMA e.V., die auch dieses Jahr als Fördernehmer wieder für die Organisation und Umsetzung des Fastenbrechens verantwortlich war, betonte in seiner Rede den verbindenden Charakter des Fastenbrechens: "Das Fastenbrechen ist ja genau genommen keine Feier, weil es im Ramadan jeden Abend stattfindet. Aber unser gemeinsames Fastenbrechen in diesem feierlichen Rahmen ist eine gute Gelegenheit, sich kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen."

Nach Sonnenuntergang sang schließlich der aus Syrien stammende Musiker Abdulkadir Asli das Gebet zum Fastenbrechen und eröffnete damit den kulinarischen Teil des Abends.

Wie in den Jahren davor bewies die freundliche und zugewandte Stimmung einmal mehr, dass Demokratie und Toleranz Werte sind, die von vielen Menschen im Kiez geteilt werden.

Mehr Sauberkeit im Kiez: Müllsprechstunde in der Kiezstube

Foto: QM Mehringplatz

Die Vermüllung des Mehringkiezes ist ein altes Problem, das viele Menschen stört. In der Vergangenheit hat es immer wieder Versuche gegeben, das Problem zu lösen - ein dauerhafter Erfolg ist bislang allerdings ausgeblieben.

Einen neuen Ansatz, die Vermüllung einzudämmen, unternimmt seit einigen Monaten das Projekt "Mehr Sauberkeit im Kiez", welches von der "Yesil Çember – ökologisch interkulturell gGmbH" getragen und vom Quartiersmanagement finanziert wird. Jeden 1. und 3. Montag im Monat findet in der Kiezstube, Mehrinplatz 7, von 14.30 bis 16 Uhr eine Müllsprechstunde statt.

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Sport im Kiez - Bewegungsförderung im Wohnumfeld

Eignen sich zum Drüberhüpfen: Poller am Mehringplatz. (Bild: R. Spaetling)

Sportliche Ideen gesucht!

Eigentlich wissen es alle: Sport ist gesund. Sportlich aktiv zu werden, ist für viele aber mit Hürden verbunden, sei es die kostenpflichtige Mitgliedschaft in einem Sportverein oder der Besuch eines Fitness-Studios.

Sport kann man aber auch ohne großen Aufwand direkt vor der eigenen Tür treiben. Um dafür Anreize zu schaffen, hat das Quartiersmanagement das Projekt "Bewegungsförderung im Wohnumfeld" auf den Weg gebracht. Projektleiter ist Robin Spaetling vom Verein stadtbewegung e.V., der mit ähnlichen Projekten in anderen Berliner Kiezen bereits Erfahrungen gesammelt hat.

Das Projekt gliedert sich in drei Bereiche:

  • Es sollen Anreize im öffentlichen Raum für Bewegung im Alltag gesetzt werden,
  • es werden einfache Umgestaltungen im öffentlichen Raum vorgenommen, die Bewegungsmöglichkeiten schaffen und/oder sichtbarer machen und
  • es werden niedrigschwellige Sport-Angebote für Nachbarinnen und Nachbarn ins Leben gerufen.

Am 27. März traf sich eine kleine Gruppe interessierter Anwohnerinnen und Anwohner im Quartiersbüro, um Strategien und Möglichkeiten auszuloten. Bei dem konstruktiven Brainstorming wurden eine Menge Vorschläge und Ideen ausgetauscht. So könnten auf den Wegen Meter-Angaben, Slalom-Kurse und Kästchen für Hüpfspiele aufgemalt werden. Auf den Hauswänden könnte man z.B. Anleitungen für Rückenübungen anbringen. Im öffentlichen Raum könnten Klimmzugstangen aufgestellt und ein Trimm-Dich-Pfad eingerichtet werden. Damit sich niemand alleine bewegen muss, soll es gemeinsame Sportangebote wie Lauftreffs, Tanzangebote wie Break Dance oder spezielle Sportangebote für Frauen geben.

Angebote ab Juli 2018:

Sport- und Bewegungsangebote drinnen und draußen
Die beiden Angebote sind für alle Niveaus geeignet. Auch ohne Sportkleidung möglich. Kostenlos und unverbindlich. Einfach vorbeikommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Training ist Teil des Projekts "Bewegungsförderung im Wohnumfeld" des Quartiersmanagements Mehringplatz und wird vom Verein Stadtbewegung e.V. organisiert.

1. Bewegung in der Kiezstube
Datum: Jeden Mittwoch, 16 Uhr
Ort: Kiezstube, Mehringplatz 7, 10969 Berlin

2. Sport für alle
Datum: Jeden Donnerstag, 16 Uhr
Ort:Theodor-Wolff-Park, 10969 Berlin

Weitere Infos finden Sie unter https://stadtbewegung.de/bewegungsfoerderung-im-wohnumfeld/

Kontakt:
spaetling@stadtbewegung.de