Zukunftswerkstatt - Zurück zu einem der schönsten Plätze Berlins!

© Thomas Kierok

Hier können Sie sich die vollständige Dokumentation des dreimonatigen Prozesses der Zukunftswerkstatt Mehringplatz 2011 herunterladen (PDF). Das Dokument wurde vom Fördernehmer, dem Team Zukunftswerkstatt Köln, als Teil des Projektes erstellt. Nun haben auch all diejenigen, die den Prozess bisher nicht aktiv mitgestaltet haben, die Möglichkeit, sich umfassend über die Zukunftswerkstatt und die gemeinsam verabschiedete Vision „Zurück zu einem der schönsten Plätze Berlins“ zu informieren. Das Team vom Quartiersmanagement hält zudem eine  Ausgabe der Dokumentation im Vor-Ort-Büro zur Einsicht bereit.

Auf der Zukunftswerkstatt haben sich im Mai/Juni 2011 insgesamt über 140 Personen (MieterInnen, Gewerbetreibende, lokale Institutionen, VertreterInnen der GEWOBAG, EUCAL, Bezirk und Senat) zu elf verschiedenen Themen ausgetauscht, gearbeitet und diskutiert. Sehr schnell wurde klar, dass vieles nicht an einem einzigen Wochenende gelöst werden kann. Die elf Themenbereiche wurden zu fünf Oberthemen zusammengefasst, an denen seither in Arbeitsgruppen vertiefend weitergearbeitet wurde.

Was ist in der zurückliegenden Zeit in den Themenbereichen passiert? Hierzu finden Sie nähere Informationen in den jeweiligen Protokollen der einzelnen Arbeitsgruppen, oder lesen Sie im Ergebnistelegramm (PDF), was schon umgesetzt bzw. vereinbart werden konnte und woran die AG's weiterarbeiten. Das Ergebnistelegramm fasst gleichzeitig die wichtigsten Informationen der Gesamtdokumentation der Zukunftswerkstatt zusammen.

Ausgezeichnet im Rahmen des Wettbewerbs "Soziale Stadt 2012"

© QM am Mehringplatz

Am 24. Januar 2013 wurde das Projekt im Rahmen des Wettbewerbs "Soziale Stadt 2012" mit einer Anerkennung ausgezeichnet. Gemeinsam haben der Deutsche Städtetag, die AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V., der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, die Schader-Stiftung, der vhw - Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. und der Deutsche Mieterbund (DMB) den Wettbewerb ausgelobt. Eine Jury hat über insgesamt 166 Wettbewerbsbeiträge entschieden und jeweils zehn Preise und Anerkennungen ausgesprochen.

Die Arbeitsgruppen der Zukunftswerkstatt

Aus der „Zukunftswerkstatt Mehringplatz 2011“ haten sich für die weitere Bearbeitung der Themenbereiche folgende Arbeitsstruktur herausgebildet: Organigramm der Zukunftswerkstatt (PDF). 

In den Arbeitsgruppen wurden die auf der Zukunftswerkstatt benannten Vorschläge und Ideen, die in kurzfristige, mittel- und langfristige Maßnahmen eingeordnet wurden, themenbezogen von den BewohnerInnen, VertreterInnen der Wohnungsunternehmen, aber auch die AOK Nordost, des Bezirks und Senats weiter bearbeitet. 

Die einzelnen Arbeitsgruppen:

Die AG's tagten öffentlich und die BewohnerInnen waren herzlich eingeladen, sich in die Arbeitsprozesse einzubringen. Schon bei Ihrer ersten Teilnahme erhielten Sie Rederecht und wenn Sie dreimal in Folge in der AG anwesend waren, erlangten Sie Stimmrecht.

Koordiniert wurden die Arbeitsgruppen vom QM. Die Inhalte wurden gebündelt im sog. Lenkungsausschuss, der z.B. Beschlussvorlagen erarbeitet und vierteljährlich dem erweiterten Lenkungsausschuss (bestehend aus Entscheidungsträgern der jeweiligen Wohnungsgesellschaft, Bezirk und Senat) vorlegt hat.

AG Image

Die AG-Image ging der Frage nach, wie der Mehringplatz ein neues Image erhalten kann, das für die positive Veränderung im Gebiet förderlich ist. Ziel war es, dass die Menschen, die hier leben und arbeiten, stolz sein können auf ihren Platz und gleichzeitig auch andere BesucherInnen einen positiven Eindruck und eine positive Erinnerung mitnehmen können. In dieser AG wurde sehr aktiv und produktiv gearbeitet und in einem professionellen Verfahren ein neues Markenmodell entwickelt, welches für den Mehringplatz einen Leitstern bilden und dabei als Unterstützung dienen sollte, die gemeinsame Vision zu erreichen. Diese Marke sollte verbindliche Grundlage für die Arbeit in den anderen AG's sein, die alle von verschiedenen Seiten an einem Strang arbeiteten. Die dazugehörige Wort-Bild-Marke (Logo) wurde auf dem Winterfest am 20. Dezember 2013 erstmal offiziell präsentiert. 

Lesen Sie im Protokoll (PDF), was erarbeitet, verabredet und beschlossen wurde.

 

 

AG Wohnen


Was kann man tun, um Strategien für ein besseres Wohn- und Lebensgefühl zu entwickeln? Dieser Frage ging die AG-Wohnen nach. Hierbei wurden aber im Gegensatz zum Mieterbeirat der GEWOBAG mehr allgemeine und übergreifende Themen diskutiert, da hier auch Vertreter von anderen Wohnungsunternehmen anwesend waren. Wie kann man die Identifikation mit dem Gebiet mit Hilfe der Marke erhöhen und das Verantwortungsbewusstsein der Gemeinschaft stärken? Welche Möglichkeiten bestehen für die Zukunft, eine harmonische Bewohnerstruktur zu erzielen? In welchem Rahmen bewegt man sich? Welche Maßnahmen wären finanziell trag- und umsetzbar?

Lesen Sie im Protokoll (PDF), was erarbeitet, verabredet und beschlossen wurde.

Hier finden sie die Amstblattveröffentlichung zu "Lockerungen von Belegungsbindungen im Sozialen Wohnungsbau und Verzicht von Ausgleichszahlungen" (PDF).

Unter der Rubrik AG Wohnen im Kiez finden Sie die Protokolle.

AG Familienbildungsverbund Mehringkiez

© Team Zukunftswerkstatt Köln

Zunächst wurden in kleinerem AG-Rahmen schwerpunktmäßig die Themen frühkindliche Bildung und Jugend mit den lokalen Akteuren diskutiert und beleuchtet. Danach wurde eine sozialraumorientiere Zusammenführung mit weiteren Netzwerkakteuren angestrebt. Die Bildungsträger trafen sich regelmäßig im Familienbildungsverbund Mehringkiez. Auch die Teilnahme von BewohnerInnen war ausdrücklich erwünscht.

Protokoll Doku Familienverbund (PDF).


AG-Öffentlicher Raum

© Bonger Voges

Die AG-Öffentlicher Raum arbeitete an grundsätzlichen Weichenstellungen für die Zeit nach der Baustelle der BVG. Nach der Beendigung der Baustelle soll die BVG einen neuen Rollrasen bezahlen und der Bezirk hat sicher gestellt, dass das Geld für die Wiedererrichtung des Engels und des Brunnens bereitsteht. Die GEWOBAG hat auf der Zukunftswerkstatt die Mittelbereitstellung für die Neubepflanzung der Blumenbeete in Aussicht gestellt. Deutlich war aber auch gleich, dass die Verlegung des Rollrasens und die Bepflanzung nur dann Sinn machen, wenn deren Pflege dauerhaft sichergestellt wird. Der Bezirk hatte bislang keine Mittel für die Bewässerung des Rasens und sonstige Pflegemaßnahmen. Die GEWOBAG hat sich bereit erklärt, sich mit einem Drittel an den Kosten für einen Platzgärtner zu beteiligen, wenn der Rest von Bezirk und den anderen beiden Eigentümern, AOK Nordost und EUCAL, getragen wird.

Lesen Sie im Protokoll (PDF), was bereits erarbeitet, verabredet und beschlossen wurde.

Da sich die Themen der Arbeitsgruppe mit denen des Sanierungsbeirates überschneiden, tagt die AG nicht mehr gesondert.

Unter-AG "Bauzaun"

In der Unter-AG "Bauzaun" der AG-Öffentlicher Raum wurde erarbeitet, wie der Bauzaun während der Baustellenzeit positiv für Informationen über die Zukunftswerkstatt, aber auch über die Geschichte des Mehringplatzes genutzt werden könnte. Es wurden Kosten eruiert, ein Konzept erarbeitet, eine Grafikagentur mit dem Druck beauftragt. Mit Eröffnung der Freiluft-Ausstellung am 29. September 2011 war die Arbeit der AG  abgeschlossen.


Unter-AG "Mittelfristige Platzgestaltung"

© Wulfhild Sydow

In der Unter-AG "mittelfristige Platzgestaltung" sollte die Frage mit dem Landesdenkmalamt geklärt werden, inwiefern eine grundsätzlich andere Platzgestaltung der Grünfläche möglich sei. Falls hier ein Spielraum bestünde, würde man sich ein neues Konzept überlegen, um den Wunsch der BewohnerInnen nach "blühenden Gärten" am Mehringplatz in die Tat umzusetzen.

Lesen Sie im Protokoll (PDF), was bereits erarbeitet, verabredet und beschlossen wurde.

Die Arbeit der AG ist beendet und wurde an den Sanierungsbeirat übergeben.

AG-Gewerbe

© Projektbüro Kreativquartier Südliche Friedrichstadt / KAPOK Berlin

Auf der Zukunftswerkstatt wurde sehr stark auch das derzeitige Gewerbe am Mehringplatz bemängelt. Es sei nicht attraktiv und trägt auch nicht zu einem positiven ersten Eindruck bei. Vor allem das Wettbüro gegenüber der Kinder- und Jugendeinrichtung KMAntenne wurde als unförderlich für die Gebietsentwicklung kritisiert, aber auch der "tote" Eindruck im Außenkreis des GEWOBAG-Bestandes sowie die nichtgewerbliche Nutzung einer ganzen Straßenseite in der Fußgängerzone. All dies trug zum nicht einladenden Eindruck des Gebietes bei. Dem Thema einer gewerblichen Neuausrichtung und der Frage, wie man neues attraktives Gewerbe überhaupt ansprechen und anziehen könnte, nimmt sich die AG-Gewerbe an. Hier sollte auch ein gemeinsames Standortmarketing erarbeitet werden.

Lesen Sie im Protokoll (PDF), was bereits erarbeitet, verabredet und beschlossen wurde.

Nähere Informationen zur Projektstudie "Kreative Raumpioniere am Mehringplatz" finden Sie hier (PDF).

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hatte im Juni 2013 die Kooperative Südliche Friedrichstadt mit dem Standortmarketing für die Südliche Friedrichstadt beauftragt. Anknüpfend an die Arbeit der Akteure und die erarbeiteten Konzepte war es Aufgabe der Kooperative, ein gemeinsames Standortprofil zu entwickeln.