Das nachbarschaftliche Fastenbrechen 2016

Gemeinsam Traditionen feiern

Dienstag, 28. Juni 2016, 18:30 Uhr: Der interkulturelle Kiezgarten hinter dem Intihaus in der Friedrichstraße 1 ist kaum wieder zu erkennen! Unzählige, in weiß gedeckte Tafeln, Blumenschmuck und Lichter verraten, dass ein Fest bevorsteht. In einem Zelt, vor dem viele bunte Teppiche zum Verweilen einladen, proben Musiker_innen ihren Auftritt, während in der Begegnungsstätte die letzte Teambesprechung stattfindet. Die Aufgaben sind verteilt und die Helfer_innen verleihen dem Veranstaltungsort den letzten Feinschliff. Auch die Feuerwehrmänner helfen mit und hängen noch schnell ein paar Lampions in die Bäume. Langsam versammeln sich die ersten Gäste vor dem Kiezgarten und warten auf den Einlass. Pünktlich um 19:30 Uhr wird das große Tor geöffnet und die Nachbar_innen können eintreten. 

Kurz nach 21:30 Uhr ertönt mit dem Sonnenuntergang der Gebetsruf! Im Ramadan fasten gläubige Muslim_as einen Monat lang tagsüber Speisen und auch Getränke. Erst nach Sonnenuntergang dürfen sie diese wieder zu sich nehmen. Schön ist es zu beobachten, wie sich alle gemeinsam freuen, dass nun das Festmahl beginnt. Auf dem Tischen stehen Datteln und Zitronenviertel, Teigtaschen und Humus, Brotkörbe, eingelegtes Gemüse und Terrinen mit Linsensuppe. Die fleißigen Helfer_innen, unter ihnen auch viele Jugendliche aus dem Quartier, laufen in der Küche auf und ab, sorgen allgemein für das Wohlergehen aller Anwesenden und servieren an den Tischen den zweiten Gang, Reis mit Gemüse und Hühnchen. Die Atmosphäre ist großartig! Alle sind fröhlich, tauschen sich aus über die Bräuche, über das Essen und über das Leben hier im Kiez. Der interkulturelle Kiezgarten wirkt wie verzaubert unter den Lichtern und den orientalischen Klängen der Musiker_innen. Nach dem Essen folgt der Tee. Die Sitzordnung an den Tischen lockert sich und es wird ausgelassen getanzt.

Über 500 Erwachsene und um die 130 Kinder unterschiedlicher kultureller Hintergründe und religiöser Anschauung sind der Einladung gefolgt und brechen zusammen das Fasten. Unter den Gästen sind auch der Abgeordnete Raid Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD, Ralf Hirsch aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, der Stellvertretende Bezirksbürgermeister Dr. Peter Beckers, die Bezirksstadträtin Jana Borkamp und der Bezirksstadtrat Knut Mildner-Spindler.

Das nachbarschaftliche Fastenbrechen am Mehringplatz war ein voller Erfolg. Und das Ziel, gemeinsam einen unvergesslichen Abend der Begegnung zu erleben, wurde mehr als erfüllt. (MS)

Danke, dass sie unser Gast waren und danke an alle, die an diesem Gemeinschaftsprojekt mitgewirkt haben: Al-Dar e.V. / Begegnungsstätte Mehringkiez / BildungsWerk in Kreuzberg GmbH / FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum / Freiwillige Feuerwehr Kreuzberg / Freundeskreis des Museums für Islamische Kunst Berlin e.V. / Gesellschaft für interregionalen Kulturaustausch e.V. / Globale e.V. / Jüdisches Museum Berlin / Kreuzberger Musikalische Aktion / Kurt-Schumacher-Schule / Mina e.V. / Network Orientexpress Berlin / Outreach Friedrichshain-Kreuzberg / Polizeiabschnitt 53 / Quartiersmanagement Mehringplatz / Studiengang Museumskunde der HTW Berlin / Türkisches Konservatorium / Verein zur Erforschung und Darstellung der Geschichte Kreuzbergs e.V. / XBergTag-Team

Alle Bilder auf dieser Seite © Magdalena Stüve