Unser Kiez ist BUNT

Das Gebiet rund um den Mehringplatz ist nicht nur vielfältig im Hinblick auf seine Bewohner_innenschaft, auch der öffentliche Raum zeigt an vielen Stellen ein buntes Gesicht. Neben Pflanzaktionen mit der Nachbarschaft, die die Grünflächen schmücken, findet man an vielen Stellen große und kleine Spuren von Street-Art, einer Kunstform im Öffentlichen Raum.

Street-Art am Mehringplatz © Künstler: Shepard Fairey, Foto: Magdalena Stüve

Irrtümlicherweise wird Street-Art häufig mit Graffiti gleichgestellt. Es handelt sich aber um zwei unterschiedliche Strömungen: Beim Graffiti steht die Schrift und das Markieren von Flächen im Vordergrund, wohingegen Street-Art meist größere Bildzusammenhänge darstellt, die oftmals mit der Sprühdose aufgetragen oder auch geklebt werden.

Kreuzberg ist weltweit bekannt für die großen Wandbilder internationaler Street-Art­Künstler_innen. Es gibt bereits zahlreiche Stadttouren, die sich explizit mit diesem Thema beschäftigen und Berlinbesucher_innen auch durch unseren Kiez führen. Sicher ist Ihnen schon aufgefallen, dass die beiden Arbeiten rechts und links des U-Bahnausganges am Halleschen Tor nahezu täglich fotografiert werden. Bei der in schwarz und rot gehaltenen Arbeit handelt es sich um ein Werk des US-amerikanischen Künstlers Shepard Fairey, der das Bild in Kooperation mit Urban Nation, im Rahmen des „One Wall" Projektes, umsetzte. Fairey zählt zu den bekanntesten lebenden Street-Art-Künstlern überhaupt. Der Schriftzug „Make Art Not War“ (deutsch: Mache Kunst keinen Krieg) überspannt die Komposition.

Auf der gegenüberliegenden Wand ist ein Werk des dänischen Künstlers Don John zu sehen, welches ebenfalls dank des „One Wall" Projektes realisiert wurde. Leider wurde dieses Bild inzwischen ge“crossed“, d.h., es wurde beschmiert und somit beschädigt; eine Handlung, die insbesondere in der Graffititradition häufig vorkommt.

Street-Art am Mehringplatz © Künstler: Don John, Foto: Magdalena Stüve
Graffiti in der Franz-Klühs-Str. © Foto: Magdalena Stüve

Besucht man den Theodor-Wolff-Park, kann man sich dem riesigen Elefanten auf türkisem Grund, einer Arbeit des Berliner Künstlers Jadore Tong, kaum entziehen. Ältere Bilder der Kreativagentur GRACO, die Gesichter der Bewohner_innenschaft zeigt, finden Sie in den Luftgeschossen der Wilhelmstraße 2-6. Auch durch Aktionen der Nachbarschaft wurde der Kiez in der Vergangenheit bunter.

Im Rahmen eines Aktionsfondsprojektes des Quartiersmanagements gestalteten Bewohner_innen gemeinsam mit dem Verein Mog61 und weiteren Kooperationspartner_innen aus dem Kiez die Stromkästen im Außenkreis des Mehringplatzes mit farbenfrohen Motiven. Im Frühjahr 2016 wurden außerdem bei einer Aktion des Bürgervereins Belle Alliance einige Poller am Mehringplatz ebenfalls farbig verschönert. Sicher ist das noch nicht das Ende und wir sind gespannt, wo und was als nächstes etwas Neues entsteht.

Falls auch Sie eine Idee zur Verschönerung unseres Kiezes haben, wenden Sie sich gern an das Quartiersmanagement am Mehringplatz. Ihre Aktion kann im Rahmen des Aktionsfonds mit Sachmitteln in Höhe von bis zu 1.500 Euro unterstützt werden. (MS)

Street-Art am Theodor-Wolff-Park © Künstler: Jadore Tong, Foto: Magdalena Stüve
Street-Art am Theodor-Wolff-Park © Künstler: Jadore Tong, Foto: Magdalena Stüve
Street-Art in der Wilhelmstraße 2-6 © Realisation: GRACO, Foto: Magdalena Stüve
Street-Art in der Wilhelmstraße 2-6 © Realisation: GRACO, Foto: Magdalena Stüve
Street-Art in der Wilhelmstraße 2-6 © Realisation: GRACO, Foto: Magdalena Stüve
Bunte Stromkästen am Mehringplatz © Realisation: QM am Mehringplatz u. a., Foto: Magdalena Stüve
Bunte Stromkästen am Mehringplatz © Realisation: QM am Mehringplatz u. a., Foto: Magdalena Stüve
Farbige Gullideckel am Mehringplatz © Foto: Magdalena Stüve
Bunte Poller am Mehringplatz © Realisation: Bürgerverrein Belle Alliance, Foto: Magdalena Stüve