Kreativer Weltfrauentag im Quartiersmanagementbüro

© Mathias Hühn

Es standen Blumensträuße auf dem Tisch, es gab Gebäck und Getränke. Tücher in allen Farben lagen vor jedem Platz, daneben Farbtöpfchen, Schablonen und Pinsel. Anlässlich des Weltfrauentags hatte eine Anwohnerin über den Aktionsfonds Mittel beantragt, damit Frauen aus dem Kiez gemeinsam Schals und Kopftücher bemalen konnten. 17 Frauen folgten der Einladung und pinselten in geduldiger Kleinarbeit schöne Muster auf die Stoffe. Die kreative Aktion, die Frauen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenbrachte, fand dieses Mal im Quartiersmanagementbüro statt.

         

Kiezplan "Orte der Begegnung"

© conceptfabrik

Im und um den Mehring-Kiez herum gibt es zahlreiche Kitas, Schulen, soziale Einrichtungen und Freizeitangebote. Mal sind diese offen sichtbar, mal in einer Häuserzeile versteckt. Wenn man jemanden fragt, was es tatsächlich alles gibt, so stellt sich schnell heraus, dass kaum jemand den genauen Überblick hat. Gemeinsam mit dem Quartiersrat ist deshalb die Idee entwickelt worden, einen Übersichtsplan zu gestalten, auf dem alle Angebote gut sichtbar dargestellt sind. Der Plan sollte auch Einrichtungen außerhalb des eigentlichen QM-Gebietes berücksichtigen, weil viele Bewohner*innen dort wohnortnahe Bezugspunkte haben (wie z.B. Schulen und Kitas).
Nach dem üblichen Verfahren mit Ausschreibung und Antragstellung wurde das Büro "conceptfabrik" mit der Umsetzung des Projektes beauftragt. Der Plan als wichtigster Projektbestandteil ist nun fertig und wurde bereits in zahlreichen Einrichtungen im Kiez und in seiner Nachbarschaft montiert.
Er besteht aus einer Gebietskarte, auf der fünf unterschiedliche Icons das Angebot der jeweiligen Einrichtung symbolisieren. Hintergrund war die Überlegung, den Plan bewohnerorientiert zu gestalten: Die Icons, die zusammen mit dem Familienbildungsverbund Mehringkiez erarbeitet wurden, dienen der besseren Übersichtlichkeit und können auch von Menschen "gelesen" werden, die Schwierigkeiten mit der deutschen Schriftsprache haben. Holger Scheibig von der conceptfabrik, der das Projekt leitet: "Der Plan mit den Icons dient darüber hinaus auch den Mitarbeiter*innen der einzelnen Einrichtungen zur besseren Orientierung. Gerade dann, wenn jemand neu in einer Einrichtung ist, kann sie oder er ja nicht gleich alle Angebote im Kiez kennen."

Die Icons symbolisieren folgende Angebote:


Kinder


Jugendliche

 


Familie


Beratung

Treffpunkt


Das Faltblatt

Zweiter Bestandteil des Projektes wird ein Faltblatt sein, auf dessen Vorderseite der Kiezplan abgebildet wird und auf dessen Rückseite die Einrichtungen und ihre Angebote detailliert beschrieben werden. Das Faltblatt soll in den Einrichtungen und unter der Bewohnerschaft verteilt werden.


Schilder an den Einrichtungen

Im dritten und letzten Projektbestandteil werden Schilder an den Einrichtungen angebracht. Darauf wird der Name der Einrichtung stehen und darüber das Symbolbild, das zu den Angeboten der Einrichtung passt.
Holger Scheibig: "Wir hoffen, dass wir durch die Symbole einen Wiedererkennungseffekt schaffen können."

Download Plan in höherer Auflösung

Kiez macht Kiez - Draußen aktiv!

© chariteam

Mit dem Projekt Draußen aktiv! werden in Zusammenarbeit mit Anwohnerinnen, Anwohnern und Akteuren im QM-Gebiet Mehringplatz mobile Sport und Bewegungsgeräte entwickelt, gebaut und zur Verfügung gestellt.

Im Quartiersmanagement-Gebiet Mehringplatz gibt es zahlreiche Frei- und Grünflächen. Schaut man jedoch genauer hin, bieten diese wenig Anreize zur aktiven Beschäftigung. Vor allem auch in der Fußgängerzone sieht man Kinder, die mangels Alternativen gegen die Hauswände kicken. Der Quartiersrat vom Mehringplatz hat sich aus diesem Grund dafür ausgesprochen, genau diese Alternativen zu ermöglichen. Im Mai ist dazu das Projekt Draußen aktiv! gestartet.
Inhalt des Projektes ist es, gemeinsam mit den BewohnerInnen des Quartiers mobile Spiel- und Sportgeräte zu bauen, die dauerhaft für die Nutzung im Kiez kostenlos ausgeliehen werden können. Träger der Maßnahme ist die Chariteam UG. Der Projektleiter Robin Spaetling sieht in dem Projekt eine große Chance für das Quartier: Spiele gibt es in allen Kulturen. Sie gemeinsam herzustellen und auszuprobieren ist eine tolle Gelegenheit, neue Nachbarn kennenzulernen. Die Palette der möglichen Spiel- und Sportgeräte ist breit: Spieldecken mit selbsthergestellten Figuren, Mannschaftsspiele wie das bekannte Schwedenschach oder Riesenmikado. Um genau die Dinge herzustellen, die im Kiez gebraucht und gewollt sind, werden regelmäßig Ideen- und Bautage veranstaltet, zu denen alle NachbarInnen eingeladen sind.
Weitere Infos unter http://kiezmachtkiez.de/

Angebote:


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Kontakt:
chariteam UG
Wilhelmine-Gemberg-Weg 12, 10179 Berlin
Telefon: (+49) 30 57703597
Email: info@chariteam.de

Das nachbarschaftliche Fastenbrechen 2016

Gemeinsam Traditionen feiern

Dienstag, 28. Juni 2016, 18:30 Uhr: Der interkulturelle Kiezgarten hinter dem Intihaus in der Friedrichstraße 1 ist kaum wieder zu erkennen! Unzählige, in weiß gedeckte Tafeln, Blumenschmuck und Lichter verraten, dass ein Fest bevorsteht. In einem Zelt, vor dem viele bunte Teppiche zum Verweilen einladen, proben Musiker_innen ihren Auftritt, während in der Begegnungsstätte die letzte Teambesprechung stattfindet. Die Aufgaben sind verteilt und die Helfer_innen verleihen dem Veranstaltungsort den letzten Feinschliff. Auch die Feuerwehrmänner helfen mit und hängen noch schnell ein paar Lampions in die Bäume. Langsam versammeln sich die ersten Gäste vor dem Kiezgarten und warten auf den Einlass. Pünktlich um 19:30 Uhr wird das große Tor geöffnet und die Nachbar_innen können eintreten. 

Sommerfest 2016

Unter strahlend blauem Himmel luden zahlreiche, bunt geschmückte Stände zum Stöbern ein. Die einzelnen Projekte und Akteur_innen stellten sich vor, berichteten von vergangen Aktionen und erweckten das Interesse auf die zukünftigen Angebote rund um unseren Kiez. Auch kulinarisch wurde einiges aufgetischt. Mit Kaffee, Kuchen und Köfte konnte man an den Tischreihen Platz nehmen und die freudige Stimmung genießen.

Zum Rahmenprogramm gehörten ebenfalls ein Glücksrad, eine Rallye entlang der Stände, bei welcher Puzzleteile gesammelt wurden mit anschließender Tombola und natürlich ein umfangreiches Bühnenprogramm. Vor der Festbühne wurde getanzt, auf ihr musiziert und gesungen. Zu den Besucher_innen zählten der stellvertretende Bürgermeister und Stadtrat Herr Dr. Beckers und die Geschäftsführerin der Gewobag Frau Kirsch, die eine kurze Ansprache hielten. Im Zentrum stand die unglaubliche Entwicklung des alljährlichen Sommerfestes, welches jetzt nicht mehr zu vergleichen sei mit dem ersten, kleinen Fest vor fünf Jahren.

An dieser Stelle ein Dank an alle Mitwirkenden, die das Sommerfest zu einer fröhlichen und abwechslungsreichen Veranstaltung gemacht haben. (MS)

© Magdalena Stüve